Die Bearbeitung von Gussteilen erfordert eine andere Vorgehensweise, als bei Teilen aus Knetlegierungen. Gussteile sind nie vollkommen eben, rechteckig, rund oder gerade. Aus diesen Grunde können zusätzliche Aufnahmepunkte notwendig sein, um die Anforderungen an die Bearbeitung zu definieren.
Sollte eine ebene Fläche benötigt werden, ist eine Werkstoffzugabe vorzusehen.

Sollten Vorrichtungen notwendig sein, um das Teil für die Bearbeitung festzuhalten, werden Bezugspunkte verwendet, um die Aufnahmepunkte für die Bearbeitung festzulegen.
Teile, die keine offensichtlichen Aufnahmeflächen für die Bearbeitung aufweisen, sollten mit bearbeiteten Fixiernaben zum Festhalten des Teiles versehen werden. Diese können nachträglich entfernt werden.
Elektronische Messfühler – alle Bearbeitungszentren von Micro Metalsmiths’ sind mit elektronischen Messfühlern ausgestattet, die den Ausgangspunkt für die Bearbeitung feststellen. Gegossene Bezugspunkte müssen durch „Abtasten“ festgelegt werden. Durch Abtasten dieser Stellen wird eine wiederholbare Bearbeitungsgenauigkeit und Reproduzierbarkeit erzielt.
Gewindeschneiden – Gewinde können an gegossenen Bohrungen ohne Vorbohren geschnitten werden.
Einführfasen an gegossenen Bohrungen erleichtern das Gewindeschneiden.
Räumen – Sacklöcher können nicht auf volle Länge geräumt werden. Löcher mit Toleranzen über die ganze Länge müssen gebohrt werden. Dies kann Extrakosten verursachen.
Entgraten - Gussteile, die an Oberflächen, Naben oder sonstigen erhöhten Kanten Bearbeitung benötigen, können mit gegossenen Fasen um den jeweiligen Umfang versehen werden, um das Entgraten zu minimieren und dabei Kosten zu sparen. Dies gilt auch für Angüße, die durch Bearbeitung entfernt werden sollen. Durch Anbringung des Angusses auf eine 0.5mm hohe, mit Fasen versehene Ebene, kann ebenfalls der Aufwand für das Entgraten reduziert werden.







